Welt / Wir / Ich

Drei blind gezogene Karten geben Ihnen eine schnelle Momentaufnahme: wie die Welt aussieht, wie sich „wir" anfühlen und wo Sie gerade darin stehen.

Dauer: ~10 Minuten Tiefe: Sanft

Diese Technik ist im Self-Work Navigator auf unserer Plattform eingebaut — öffnen Sie sie, und die Schritte führen Sie automatisch.

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Über diese Technik

Welt / Wir / Ich ist eine 10-minütige Selbstreflexionstechnik mit metaphorischen assoziativen Karten (MAC). Drei blind gezogene Karten geben Ihnen eine schnelle Momentaufnahme: wie die Welt aussieht, wie sich „wir" anfühlen und wo Sie gerade darin stehen. Die Sitzung ist so gestaltet, dass Sie sie allein im Browser durchführen können — ohne Therapeut und ohne Anmeldung.

Sie passt, wenn sie möchten eine schnelle Lesart Ihrer heutigen Stimmung. Auf der Plattform führen die Schritte Sie automatisch im Self-Work Navigator, sodass Sie nichts behalten müssen außer der Frage, die Sie mitgebracht haben. Wir empfehlen, mit dem Deck Stadtmythos zu beginnen — es passt gut zu dieser Art Arbeit.

Wann diese Technik passt

Wann sie nicht passt

Was Sie brauchen

So läuft die Sitzung

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    Kommen Sie an

    Setzen Sie sich bequem hin. Atmen Sie 2–3 Mal ruhig ein und aus. Sagen Sie sich: „Ich werde meinen Tag in drei Bildern betrachten. Es gibt keine richtigen Antworten."

    In dieser Technik ziehen Sie drei Karten – eine nach der anderen – und arbeiten mit jeder, sobald sie kommt. Alle drei werden von links nach rechts ausgelegt: erst über die Welt, dann über „wir", dann über Sie.

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    Erste Karte: „Die Welt heute ist…"

    Ziehen Sie eine Karte blind – wählen Sie nicht mit dem Auge, lassen Sie sie kommen. Legen Sie sie links als erste der drei.

    Schauen Sie das Bild 20 Sekunden lang schweigend an. „Welt" meint hier alles, was Sie heute im weiteren Sinne umgibt: das Land, die Nachrichten, das Wetter, der allgemeine Hintergrund des Lebens.

    Vollenden Sie dann den Satz mit ein paar Worten. Suchen Sie nicht nach der „richtigen" Formulierung – nehmen Sie die, die zuerst kommt.

    > „Die Welt heute ist…"

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    Zweite Karte: „Wir sind jetzt…"

    Ziehen Sie die zweite Karte blind und legen Sie sie neben die erste. „Wir" bedeutet die Menschen in Ihrem nahen Umfeld, in der Arbeit, in Ihrer Stadt. Wählen Sie das „wir", das heute mehr zählt.

    Wenn die erste Karte Ihre Aufmerksamkeit zu sehr zieht und stört – Sie können sie vorerst umdrehen und beim abschließenden Überblick wieder aufdecken.

    Schauen Sie die zweite Karte an und vollenden Sie den Satz:

    > „Wir sind jetzt…"

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    Dritte Karte: „Ich bin gerade…"

    Ziehen Sie die dritte Karte blind und legen Sie sie neben die zweite. Die wichtigste Karte. Lassen Sie sich Zeit.

    Schauen Sie das Bild an. Vollenden Sie den Satz – ein oder zwei Wendungen über sich selbst:

    > „Ich bin gerade…"

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    Betrachten Sie die drei Karten zusammen

    Wenn Sie unterwegs eine Karte umgedreht haben, decken Sie sie wieder auf. Lassen Sie Ihren Blick auf der ganzen Reihe ruhen und fragen Sie:

    Notieren Sie eine Beobachtung, die heute nützlich sein wird.

    • Was fällt mir zuerst auf – ähneln sich die drei oder kontrastieren sie?
    • Zwischen welchen beiden Karten besteht die größte Spannung?
    • Zu welcher der drei möchte ich im Lauf des Tages zurückkehren?

Sitzung abschließen

Atmen Sie tief ein und langsam aus. Sie können den Karten danken und sie schließen. Wenn Sie möchten – behalten Sie das Bild, das am stärksten resoniert hat, noch einen Moment vor sich.

Wenn vieles hochgekommen ist

Wenn die dritte Karte (über Sie) härter getroffen hat als erwartet, ist das ein Zeichen, dass innerlich etwas lebendig ist. Schreiben Sie ein paar Sätze in ein Notizbuch und kommen Sie in einigen Tagen darauf zurück. Wenn es sich zu schwer anfühlt – ein Gespräch mit einem Therapeuten hilft mehr, als allein weiterzumachen.

Empfohlene Decks

Über metaphorische assoziative Karten (MAC)

Metaphorische assoziative Karten (MAC) sind ein projektives Werkzeug, das in Selbstreflexion, Coaching und Therapie verwendet wird. Anders als Tarot oder Orakel sagen sie nichts voraus — das Bild wird zum Spiegel für das, was bereits in Ihnen vorgeht, und hilft, Worte für etwas zu finden, das unklar war oder schwer direkt zu sagen.

Sie können mit MAC-Karten allein, mit einem Therapeuten oder in einer Gruppe arbeiten. Die Karte selbst ist nicht die Antwort; sie ist ein Rahmen, um sich selbst eine ehrlichere Frage zu stellen. Dasselbe Bild kann für zwei verschiedene Personen am selben Tag sehr Unterschiedliches bedeuten — und genau deshalb funktioniert das Werkzeug.

Andere Techniken im Self-Work Navigator

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