Bild und Wort

Eine Karte plus ein Wort – ein einfacher Weg, in sich das zu hören, was sich schwer direkt sagen lässt.

Dauer: ~10 Minuten Tiefe: Sanft

Diese Technik ist im Self-Work Navigator auf unserer Plattform eingebaut — öffnen Sie sie, und die Schritte führen Sie automatisch.

Self-Work Navigator öffnen

Über diese Technik

Bild und Wort ist eine 10-minütige Selbstreflexionstechnik mit metaphorischen assoziativen Karten (MAC). Eine Karte plus ein Wort – ein einfacher Weg, in sich das zu hören, was sich schwer direkt sagen lässt. Die Sitzung ist so gestaltet, dass Sie sie allein im Browser durchführen können — ohne Therapeut und ohne Anmeldung.

Sie passt, wenn es geht innerlich viel vor sich, und Worte fangen es nicht ganz ein. Auf der Plattform führen die Schritte Sie automatisch im Self-Work Navigator, sodass Sie nichts behalten müssen außer der Frage, die Sie mitgebracht haben. Wir empfehlen, mit dem Deck Die offene Tür zu beginnen — es passt gut zu dieser Art Arbeit.

Wann diese Technik passt

Wann sie nicht passt

Was Sie brauchen

So läuft die Sitzung

  1. 1

    Denken Sie an eine Situation, die Sie betrachten möchten

    Nicht zwingend ein „Problem" – es kann eine Beziehung sein, ein Lebensabschnitt, ein wichtiger Mensch, eine Arbeitsaufgabe. Formulieren Sie es in einer Zeile: „Ich möchte ___ betrachten."

  2. 2

    Ziehen Sie eine Karte blind

    Wählen Sie nicht mit dem Auge. Lassen Sie die Karte einfach kommen.

  3. 3

    Stilles Schauen

    Schauen Sie 30–40 Sekunden lang einfach auf die Karte. Versuchen Sie nicht, sie zu „entschlüsseln". Bemerken Sie:

    • Wo bleibt Ihr Blick hängen – an welchem Detail?
    • Wie ist die Stimmung des Bildes?
    • Was ist darin „laut" und was „leise"?
  4. 4

    Fangen Sie ein Wort ein

    Zwei Wege, je nach Tisch-Setup:

    Wenn Sie die Words-Gruppe hinzugefügt haben – ziehen Sie eine Wortkarte blind. Dieses Wort gehört Ihnen.

    Wenn Sie ohne Words-Gruppe arbeiten – schließen Sie die Augen oder schauen Sie kurz weg. Fragen Sie sich: „Welches eine Wort kommt zu diesem Bild?" Nicht zwei, kein Satz – ein Wort.

    Es kann ein Substantiv sein (Stille, Weg, Mutter), ein Adjektiv (schwer, hell), ein Verb (warten, loslassen) – egal was. Nehmen Sie das erste, das kommt, auch wenn es seltsam oder unklar wirkt.

  5. 5

    Verbinden Sie Bild und Wort

    Wenn Sie das Wort als Karte gezogen haben (Weg A), können Sie sie physisch verbinden: Ziehen Sie die Wortkarte auf die Bildkarte (oder umgekehrt) – sie verschmelzen zu einer, und das Wort erscheint über dem Bild, genau wie eine klassische OH-Karte. Eine praktische Art, das Paar an einem Ort für das Auge zu halten.

    Wenn Sie ohne Wortkarte arbeiten – schauen Sie einfach das Bild an und halten Sie Ihr Wort im Sinn.

    Bemerken Sie, wie Bild und Wort beginnen, gemeinsam zu „klingen". Fragen Sie sich dann:

    • Was sagt dieses Paar (Bild + Wort) über meine Situation?
    • Wenn dieses Wort ein Hinweis wäre, worauf weist es hin?
    • Was hatte ich an diesem Thema vorher nicht bemerkt?
  6. 6

    Schreiben Sie die Formel auf

    In einem Satz: „Meine Situation ist gerade [das Bild der Karte] und [das Wort]." Zum Beispiel: „Meine Arbeit ist gerade ein langer Korridor und das Wort ‚warten‘."

    Dieser Satz ist ein Konzentrat. Es ist leicht, später darauf zurückzukommen.

Sitzung abschließen

Ein ruhiger Atemzug ein und aus. Schließen Sie die Karte. Wenn Sie möchten – wiederholen Sie die Formel noch einmal still für sich, und lassen Sie sie für den Tag im Gedächtnis bleiben.

Wenn vieles hochgekommen ist

Manchmal öffnet ein Wort, was lange „am Rand" gesessen hat. Wenn es stärker aufgekommen ist als erwartet – ein paar Minuten mit einem warmen Getränk oder ein kurzer Spaziergang schließen die Arbeit oft gut ab. Bleibt die Schwere im Inneren, hilft ein Gespräch mit einem Therapeuten mehr, als allein weiter zu graben.

Empfohlene Decks

Über metaphorische assoziative Karten (MAC)

Metaphorische assoziative Karten (MAC) sind ein projektives Werkzeug, das in Selbstreflexion, Coaching und Therapie verwendet wird. Anders als Tarot oder Orakel sagen sie nichts voraus — das Bild wird zum Spiegel für das, was bereits in Ihnen vorgeht, und hilft, Worte für etwas zu finden, das unklar war oder schwer direkt zu sagen.

Sie können mit MAC-Karten allein, mit einem Therapeuten oder in einer Gruppe arbeiten. Die Karte selbst ist nicht die Antwort; sie ist ein Rahmen, um sich selbst eine ehrlichere Frage zu stellen. Dasselbe Bild kann für zwei verschiedene Personen am selben Tag sehr Unterschiedliches bedeuten — und genau deshalb funktioniert das Werkzeug.

Andere Techniken im Self-Work Navigator

Self-Work Navigator öffnen