Vom Hindernis zur Ressource
Sie haben ein Ziel, und „etwas steht im Weg". Diese Technik hilft, das Hindernis zu sehen und eine Ressource dafür zu finden.
Diese Technik ist im Self-Work Navigator auf unserer Plattform eingebaut — öffnen Sie sie, und die Schritte führen Sie automatisch.
Self-Work Navigator öffnenÜber diese Technik
Vom Hindernis zur Ressource ist eine 20-minütige Selbstreflexionstechnik mit metaphorischen assoziativen Karten (MAC). Sie haben ein Ziel, und „etwas steht im Weg". Diese Technik hilft, das Hindernis zu sehen und eine Ressource dafür zu finden. Die Sitzung ist so gestaltet, dass Sie sie allein im Browser durchführen können — ohne Therapeut und ohne Anmeldung.
Sie passt, wenn das Ziel ist klar, aber die Bewegung darauf zu ist ins Stocken geraten. Auf der Plattform führen die Schritte Sie automatisch im Self-Work Navigator, sodass Sie nichts behalten müssen außer der Frage, die Sie mitgebracht haben. Wir empfehlen, mit dem Deck Scheideweg zu beginnen — es passt gut zu dieser Art Arbeit.
Wann diese Technik passt
- Das Ziel ist klar, aber die Bewegung darauf zu ist ins Stocken geraten.
- Sie spüren, dass Ihnen etwas fehlt, aber Sie wissen nicht genau was.
- Sie möchten die Technik mit einem konkreten nächsten Schritt abschließen.
Wann sie nicht passt
- Wenn das „Ziel" gerade nicht wirklich Ihres ist – es wurde von außen aufgedrängt – wird die Technik ein Hindernis zeigen, wo keines ist. Klären Sie zuerst, was Sie tatsächlich wollen (dafür eignen sich „Bild und Wort" oder „Zeitlinie").
Was Sie brauchen
- 20 Minuten ohne Unterbrechungen.
- Stift und Papier.
- Ein beliebiges Deck. Es funktioniert gut, ein Deck für das „Hindernis" und ein anderes (ressourcenreiches) für die „Ressource" zu nehmen, wenn Sie wählen können; aber ein einziges Deck reicht auch.
So läuft die Sitzung
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1
Formulieren Sie das Ziel in einer Zeile
Konkret, im Positiven. Nicht „Ich will nicht mehr prokrastinieren", sondern „Das Kapitel bis Freitag fertigstellen". Nicht „Ich will nicht so müde sein", sondern „Ein Wochenende mit Energie".
Schreiben Sie das Ziel oben auf das Blatt.
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2
Ziehen Sie die Zielkarte (offene Wahl)
Für diese Karte wählen Sie mit dem Auge. Schauen Sie 4–6 angebotene Karten an und nehmen Sie die, die Ihrem erreichten Ziel am nächsten kommt – wer Sie sein werden, wenn Sie es erreichen.
Legen Sie sie rechts ab.
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3
Beschreiben Sie die Zielkarte
- Was sehe ich hier?
- Was verändert sich in mir, wenn ich diese Version von mir betrachte?
- Welche eine Eigenschaft finde ich darin, die mir jetzt fehlt?
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4
Ziehen Sie 1–2 Hinderniskarten (blind)
Fragen Sie sich: „Was steht zwischen meinem heutigen Ich und dieser Zielkarte?" Ziehen Sie eine Karte. Wenn Sie spüren, dass das Hindernis komplex und mehrschichtig ist, können Sie eine zweite ziehen – aber nicht mehr.
Legen Sie sie zwischen sich und die Zielkarte.
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5
Beschreiben Sie das Hindernis
Lassen Sie sich Zeit. Das ist der wichtigste Teil der Technik.
Notieren Sie 1–2 Schlüsselwendungen.
- Was sehe ich hier – welches Bild des Hindernisses?
- Ist dieses Hindernis in mir (Angst, Gewohnheit, Selbstzweifel) oder außen (Umstände, Menschen, Mittel)?
- Was kommt mir bekannt vor – ist Ähnliches schon einmal aufgetaucht?
- Wenn es sprechen könnte, was würde es sagen?
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6
Ziehen Sie die Ressourcenkarte
Fragen Sie: „Welche Ressource brauche ich, um durch dieses Hindernis hindurchzugehen?" Ziehen Sie eine Karte blind.
Legen Sie sie neben die Hinderniskarte – wie ein „Gegenmittel".
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7
Beschreiben Sie die Ressource
- Was sehe ich hier?
- Ist es eine innere Eigenschaft (Geduld, Mut, Klarheit) oder eine äußere Stütze (eine Person, ein Werkzeug, Zeit)?
- Wo gibt es diese Ressource bereits in meinem Leben?
- Wie könnte ich sie herbeirufen, um dem Hindernis zu begegnen?
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8
Verbinden Sie die drei Karten zu einem Satz
„Um [Ziel] zu erreichen, muss ich [Hindernis] begegnen und mich auf [Ressource] stützen." Schreiben Sie es auf.
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9
Ein kleiner Schritt
Kein Plan, keine Strategie – ein kleiner Schritt, den Sie heute oder morgen tun können. Zum Beispiel: „Eine Nachricht senden." „10 Minuten in Stille mit diesem Thema sitzen." „Eine bestimmte Person um Hilfe bitten."
Schreiben Sie ihn auf. Das genügt.
Sitzung abschließen
Drei ruhige Atemzüge ein und aus. Sammeln Sie die Karten ein. Lassen Sie das Blatt mit dem Satz und dem Schritt bis morgen sichtbar liegen. Oft tut sich der kleine Schritt von selbst, wenn er aufgeschrieben ist.
Wenn vieles hochgekommen ist
Das Hindernis stellt sich manchmal als nicht „Logistik" heraus, sondern als alte Angst oder alter Schmerz. Das ist normal, bedeutet aber, dass eine einfache Technik nur einen begrenzten Blick gibt. Wenn vieles aufgekommen ist und vertraut wirkt – etwa „Ich bleibe immer so stecken" – kann ein Gespräch mit einem Therapeuten Ihnen viel mehr geben, als die Technik allein zu wiederholen.
Empfohlene Decks
Über metaphorische assoziative Karten (MAC)
Metaphorische assoziative Karten (MAC) sind ein projektives Werkzeug, das in Selbstreflexion, Coaching und Therapie verwendet wird. Anders als Tarot oder Orakel sagen sie nichts voraus — das Bild wird zum Spiegel für das, was bereits in Ihnen vorgeht, und hilft, Worte für etwas zu finden, das unklar war oder schwer direkt zu sagen.
Sie können mit MAC-Karten allein, mit einem Therapeuten oder in einer Gruppe arbeiten. Die Karte selbst ist nicht die Antwort; sie ist ein Rahmen, um sich selbst eine ehrlichere Frage zu stellen. Dasselbe Bild kann für zwei verschiedene Personen am selben Tag sehr Unterschiedliches bedeuten — und genau deshalb funktioniert das Werkzeug.


